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Natursteininformation

Naturstein

ist ein gewachsener Stein, im Gegensatz zum Kunststein, Betonwerkstein etc. Natursteine werden sowohl in der Industrie (Zementherstellung, Schotter, Granulate), in der Architektur (Fassadenverkleidungen, Treppen, Wegebelag, Baustein im allgemeinen, Restaurierungen), der Denkmalherstellung (Denkmäler, Grabmale) als auch in der Bildhauerei (Denkmäler, Skulpturen) verwendet.

Gestein

  • Gesteine bilden sich hauptsächlich
  • durch Erkalten flüssigen Magmas (Magmatite),
  • durch Ablagerung von Feststoffen (Sedimentite),
  • zum Beispiel von Sanden, Tonen oder Rückständen
  • abgestorbener Lebewesen,
  • durch Umwandlung (Metamorphose) aus anderen Gesteinen,
  • verursacht durch erhöhten Druck und/oder
  • erhöhte Temperatur (Metamorphite).

Magmatische Gesteine -

Magmatische Gesteine entstehen durch das Erkalten heissen geschmolzenen Materials aus dem Erdinneren, des so genannten Magmas.

Findet das Erkalten unterirdisch statt, spricht man von Plutoniten oder Intrusiv­gesteinen. Durch die verhältnismässig gute Wärmeisolation der aufliegenden Gesteine kühlt sich die Magmaschmelze nur langsam ab, so dass grosse Mineralkristalle entstehen können. Beispiele für plutonische Gesteine sind Granit oder Gabbro.

Magma kann jedoch auch in flüssigem Zustand zu Tage treten. An der Erdoberfläche im Kontakt mit Luft erkaltet es schnell und bildet dann die so genannten vulkanischen oder Extrusivgesteine. Durch die rasche Abkühlung kommt es nur zur Bildung sehr kleiner Kristalle wie etwa beim Basalt oder Andesit; oft existiert sogar überhaupt keine kristalline Ordnung, und es entsteht vulkanisches Glas wie beispielsweise Obsidian.

Granite

(von lat. granum - das Korn) sind massige, grobkristalline Tiefengesteine, die aus etwa gleichen Teilen Quarz, Alkalifeldspat und Plagioklas bestehen. Daneben enthalten sie etwa 20%-40% mafische Minerale (Biotit, Muskovit, seltener Amphibole). Als Akzessorien führen sie Zirkon, Apatit, Titanit, auch Magnetit, Rutil, Ilmenit. Granite gehören zu den häufigsten Gesteinen innerhalb der kontinentalen Erdkruste.

Syenite

sind mesotype, mittel- bis grobkörnige Tiefengesteine bestehend aus den Hauptgemengteilen Alkalifeldspat (Orthoklas) 50 - 90 % und Amphibol < 20 %. Untergeordnet treten auch Plagioklas, Pyroxen, Biotit und Quarz (stets weniger als 5%) auf, mitunter auch Foide (Nephelin). Nebengemengteile sind Magnetit, Apatit, Zirkon und besonders Titanit.

Diorit

ist ein Tiefengestein ("Plutonit") von dunkler bis schwarzer, seltener auch mittel- bis hellgrauer Färbung.Diorit besteht aus einem kristallischkörnigen Gemenge von Plagioklas und Hornblende mit etwas Chlorit und in Varietäten auch Quarz beifügt (Quarzdiorit). Ist die Hornblende durch den dunklen Magnesiaglimmer ersetzt, so spricht man vom Glimmerdiorit. Dunkle Diorite werden als Grabsteine und im Straßenbau verwendet.

Granodiorit

ist ein grobkörniges magmatisches Gestein meist weißgrauer bis schwarzer Farbe. Mit höherem Eisen- und Magnesiumgehalt bildet Granodiorit das Mittelglied zwischen dem helleren Granit und dem Diorit. Es kann zu mehr als 65 Gewichtsprozent aus dem Mineral Plagioklas bestehen. Granodiorit ist das leichteste magmatische Gestein und spiegelt vermutlich die durchschnittliche Zusammensetzung aller Gesteine der kontinentalen Erdkruste gut wider. Wegen seiner Widerstandsfähigkeit eignet es sich gut als Beschichtungsmaterial für Hausfassaden und Strassenoberflächen.

Gabbro

ist ein hartes, kompaktes, grobkörniges magmatisches Gestein plutonischen Ursprungs - das Gestein ist also tief im Erdinneren entstanden. Es hat eine grauschwarze, gelegentlich auch blaugrüne Farbe, die von dem hohen Anteil dunkelfarbiger Minerale wie etwa Pyroxen und Olivin herrührt, aus denen es sich hauptsächlich zusammensetzt. Der helle Anteil besteht hauptsächlich aus Plagioklas-Feldspäten; Quarz fehlt. Mit sinkendem Anteil an Plagioklas geht Gabbro gleitend in Peridotit über, den Hauptbestandteil des oberen Erdmantels.Verwendet wird Gabbro als witterungsresistentes Baumaterial für Hausfassaden, ganz besonders, wenn er eine schmuckvolle Feldspat-Varietät enthält.

Peridotit

ist ein grobkristallines ultramafisches Gestein, aus dem der größte Teil des Erdman­tels besteht. Peridotit enthält mindestens 40% Olivin; der Rest setzt sich im wesentlichen aus Orthopyroxen, Klinopyroxen und einem aluminiumhaltigen Mineral – je nach Druck und Temperatur Granat, Spinell oder (selten) Plagioklas – zusammen.

Porphyr

(griech. für purpurfarben) ist der Sammelbegriff für ein Eruptivgestein, das große, gut ausgebildete, in einer feinkörnigen Masse eingebettete Kristalle besitzt.

Lava

(ital. "Regenbach") ist die Bezeichnung für eruptiertes Magma, das an die Erdober­fläche ausgetreten ist. Lava ist ein vulkanisches Förderprodukt und gehört zur Gruppe der Vulkanite. Andere vulkanische Förderprodukte sind die Pyroklastika und die gasförmigen und damit flüchtigen Volatilbestandteile (Kohlenstoffdioxid, Wasser, Schwefeldioxid, Ammonium, Edelgase), die das Magma durch Druckentlastung verloren hat. Magmen treten vergleichsweise selten direkt an die Oberfläche aus, da dazu erhebliche Kräfte erforderlich sind. Häufiger sind so genannte Intrusionen, bei denen Magma in der Erdkruste erstarrt.

Basalt

ist ein vulkanisches, meist schwarzes Gestein, das aus einer Mischung von Eisen- und Magnesiumsilikaten mit Olivin und Pyroxen sowie kalziumreichen Feldspäten (Plagioklas) besteht. Die Erscheinungsform erkalteter basaltischer Lava ist haupt­sächlich von zwei Faktoren abhängig. Eruptierte Lava kühlt recht schnell aus zu einem zusammenhängenden Gesteinsgefüge, das je nach Temperatur und Gasgehalt als Pahoehoe-Lava oder als Aa-Lava erstarrt. Findet die Abkühlung jedoch verzögert statt, wie etwa in einer Magmakammer, entstehen durch das Zusammenziehen nicht selten mehreckige meterlange Basaltsäulen, die sich senkrecht zur Abkühlungsfläche bilden. Dabei bilden sich bevorzugt sechseckige Säulen.

Basaltlava

- siehe Tephrite

Tephrite

(téphra, griech. = Asche), sind rotbraune bis schwarzgraue Ergussgesteine, die ein gleichkörnig-feinkristallines bis porphyrisches Gefüge zeigen und aus Feldspat­vertretern (Nephelin oder Leucit), anorthitreichem Plagioklas, Klinopyroxen, Amphibol und untergeordnet Alkalifeldspat bestehen. In Deutschland kommen Tephrite in Eifel, Lausitz, Westerwald, Vogelsberg und Röhn vor.

Andesit

ist ein feinkörniges Gestein, das zur Klasse der magmatischen Gesteine gehört. Es hat meist eine braunviolette bis graue Farbe. Andesit ist ein vulkanisches Gestein ("Ergussgestein"). Es besteht aus etwa 60 Gewichtsprozent Kieselsäure und tritt bei Temperaturen von etwa 950 bis 1.000 Grad Celsius als Lava aus. Bestandteile sind Plagioklas-Feldspat, Pyroxen, Amphibol und Biotit. Das Gestein ist nach den südamerikanischen Anden benannt.

Künstliche Steine

Agglo

nennt man kunstharzgebundene Marmor-, Granit- und Quarzgesteine die größtenteils aus Naturstein und zu einem geringen Prozentsatz aus Bindemitteln, Pigmenten und Zusätzen bestehen.

Betonwerkstein

wird in der DIN 18500 wie folgt definert: Betonwerkstein ist ein vorgefertigtes Erzeugnis aus bewehrtem oder unbewehrtem Beton, dessen Ansichtsflächen werkstein­mäßig bearbeitet oder besonders gestaltet sind. Die Sichtflächen der Platten werden in der Regel geschliffen. Die Mischung aus Zement, Sand und Wasser ist sehr anpassungsfähig und besitzt die Möglichkeit, jede Form und Stärke anzunehmen. Durch die Beimischung, unterschiedlicher Zuschlagstoffe und Farbpigmente bei der Herstellung, sind Betonwerksteine in vielfältigen Varianten, Formgebungen und Farbgebungen erhältlich.

Ausführlichere Angaben die den einzelnen Steinen erhalten Sie unter dem nachstehend aufgeführten Link von http://de.wikipedia.org/wiki/Stein